Innenstadt
Cottbus/Chóśebuz

Achtung! Saurier in Cottbus/Chóśebuz gesichtet.

Innenstadtfonds und Historischer Heimatverein Cottbus e.V. ermöglichen besondere Einblicke in längst vergangene Zeit.

Pünktlich zum Kinostart von „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ wird das Stadtmuseum Cottbus zum Anlaufpunkt für kleine und große Saurierfans! Dank der großzügigen Unterstützung des Historischen Heimatvereins Cottbus e.V. und der Förderung durch den Innenstadtfonds der Stadt Cottbus/Chóśebuz, gefördert durch das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“(ZIZ), ziehen beeindruckende Rekonstruktionen urzeitlicher Kreaturen ins Stadtmuseum ein:

  • ein schwimmender Ammonit
  • ein gepanzerter Trilobit
  • eine lebensechte Urlibelle Meganeura
  • ein gefiederter Urvogel Archaeopteryx
  • ein beeindruckender Ichthyosaurus (Fischsaurier)
  • sowie ein skurril aussehender Rhamphorhynchus (Flugsaurier)

Alle Urzeittiere wurden auf Grundlage fossiler Funde und wissenschaftlicher Erkenntnisse rekonstruiert. Die lebensgroßen Modelle bieten eine spannende Zeitreise durch die Erdgeschichte und ergänzen die naturkundliche und stadtgeschichtliche Ausstellung in ganz besonderer Art und Weise.

Die feierliche Übergabe fand am 03. Juli 2025 im Stadtmuseum Cottbus (Bahnhofstraße 22) statt. Die Urzeittiere können zu den Öffnungszeiten des Stadtmuseums besichtigt werden.

Öffnungszeiten Stadtmuseum

  • Dienstag – Freitag: 10:00 – 17:00 Uhr
  • Samstag/Sonntag/Feiertag: 13:00 – 17:00 Uhr

Fischsaurier (Ichthyosaurier) Stenopterygius

  • lebte im Jura vor 183 bis 176 Mio. Jahren in seichten Meeren
  • Maße: bis 4 m lang, bis 500 kg schwer
  • Nahrung: Fische und Kopffüßer wie Ammoniten

Die lange Schnauze mit zahlreichen Zähnen war perfekt für die Jagd geeignet. Mit ihren großen Augen konnten Ichthyosaurier auch im tiefen Wasser gut sehen. Die Augäpfel wurden von Ringen aus Knochenplatten (Skleralringe) gestützt. So konnte er selbst bei erhöhtem Wasserdruck in der Tiefe scharf sehen. Die Schwanzflosse sorgte für den Antrieb. Bei der Jagd war er bis zu 50 km/h schnell. Die zu “Paddeln” umgebildeten Arme und Beine halfen beim Steuern.

Flugsaurier Rhamphorhynchus

  • lebte im Jura vor 166 bis 145 Mio. Jahren an Meeresküsten und Flussufern
  • Maße: Flügelspannweite 1,80 m, bis 5 kg schwer
  • Nahrung: Fische

Dank der langen Flügel segelte Rhamphorhynchus wie heutige Möwen und Albatrosse über das Wasser. Erblickte er einen Fisch, ließ er sich wie ein Greifvogel aus der Luft herabstürzen. Die lange Schnauze war ideal, um Beute an der Wasseroberfläche zu packen. Die langen, spitzen Zähne hielten die zappelnden Fische fest.

Dinosaurier Achaeopteryx

  • lebte im Jura vor 151 bis 146 Mio. Jahren auf bewaldeten Inseln
  • Maße: Flügelspannweite 50 cm, bis 1 kg schwer
  • Nahrung: Insekten und kleine Reptilien

Auch bekannt als Urvogel wies Archaeopteryx Merkmale von Reptilien (Dinosauriern) und Vögeln auf. Demnach gilt er als Übergangsform zwischen beiden Wirbeltierklassen. Der Kiefer und die Zähne waren zusammen schwerer als der Schnabel heutiger Vögel. Die Krallen an den Fingern der Flügel dienten dem Sichern der Beute oder dem Klettern an Bäumen. Die erste gefundene fossile Feder stammte von einem Archaeopteryx. Inzwischen weiß man, dass auch andere Dinosaurier Federn trugen.

Urlibelle Meganeura

  • Karbon vor ca. 300 Mio. Jahren in Wäldern
  • Maße: Flügelspannweite 70 cm, bis 200 g schwer
  • Nahrung: kleinere Insekten und Amphibien

Diese Urlibellen waren die größten fliegenden Insekten aller Zeiten. Grund für den Gigantismus war vermutlich der höhere Sauerstoffgehalt in der Luft. Sie flogen vorwärts und rückwärts oder konnten in der Luft stehen – wie ein Hubschrauber. Dieses Flugverhalten können wir auch noch bei heutigen Libellen beobachten. Andere Insekten fingen sie im Flug, hielten sie mit den Beinen fest und fraßen sie zum Teil direkt in der Luft.

Kopffüßer Ammonit

  • lebte vom Devon bis Kreide vor 407 bis 65 Mio. Jahren in den Meeren
  • Maße: je nach Art von 1 cm bis 1,80 m
  • Nahrung: Krebstiere und andere Wirbellose wie Trilobiten

In den rund 340 Mio. Jahren gab es weltweit bis zu 40.000 Ammoniten-Arten. Aufgrund ihrer Häufigkeit gelten sie als wichtige Fossilien und werden zur Altersbestimmung der Gesteinsschichten genutzt. Ammoniten sind wie Schnecken gewunden, das Gehäuse ist aber nicht vollständig bewohnt. Es ist in Segmente unterteilt. Nur in der vorderen Wohnkammer lebt der Kopffüßer. Die restlichen Kammern sind mit Wasser oder Gas gefüllt und miteinander verbunden. Sie dienen dem Auftrieb und Antrieb im Wasser.

Gliederfüßer Trilobit

  • lebte von Karbon bis Perm vor 521 bis 251 Mio. Jahren in den Meeren
  • Maße: je nach Art von 1 cm bis 70 cm
  • Nahrung: Kleine Wirbellose, organische Reste und Aas

In den rund 270 Mio. Jahren lebten weltweit über 15.000 Trilobiten-Arten. Wissenschaftler*innen dienen sie als wichtige Fossilien zur Altersbestimmung von Gesteinsschichten. Im dritten und größten Massenaussterben der Erdgeschichte verschwanden etwa 96 % der Meeresarten, darunter Trilobiten, und rund 70 % der Landarten. Ursache waren vermutlich Vulkanausbrüche, die globale Erwärmung, Ozeanübersäuerung und Sauerstoffmangel.

Pressemitteilung der Stadt Cottbus/Chóśebuz vom 23.06.2025

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