INNENSTADTENTWICKLUNGSKONZEPT

INNENSTADT-ENTWICKLUNGS-KONZEPT

Innenstadt
Cottbus/Chóśebuz

Gemeinsam zum Ziel!

Integriertes Innenstadtentwicklungskonzept

Integriertes Innenstadt- entwicklungskonzept

Innenstädte sind traditionell Orte der Öffentlichkeit, der Kultur, des sozialen Austausches und der gesellschaftlichen Teilhabe. In den letzten Dekaden standen und stehen Innenstädte vor massiven Herausforderungen. Hohe Leerstände und Qualitätsverluste im Einzelhandel, Relikte der „autogerechten Stadt“ und wachsende Gestaltungsdefizite sind nur einige der Themen, die den innerstädtischen Raum vielerorts belasten. Zukünftig wird es für den Erfolg der Innenstädte entscheidend sein, die Entwicklung unmittelbar an den Bedürfnissen der Stadtgesellschaft auszurichten und wieder mehr Leben ins Herz der Stadt zu bringen.

Innenstadt neu denken

Ein Schlüssel zur Stärkung der Innenstädte und Zentren liegt in einer ausgewogenen Nutzungsmischung und -vielfalt. Es hat sich gezeigt, dass besonderes divers aufgestellte Zentren krisenfest und resilient auf den Strukturwandel reagieren. Es gilt dabei, die Innenstädte und Zentren als Erprobungsräume und Reallabore zu nutzen, um einer möglichen einseitigen Nutzungsstruktur entgegenzuwirken. Neben einer Stärkung der Nutzungsvielfalt benötigt eine lebendige Innenstadt oder ein lebendiges Zentrum eine gute Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger. Auch vor dem Hintergrund des Klimawandels sind die Zentren grün, gesund und klimaresilient zu gestalten.

Ein Schlüssel zur Stärkung der Innenstädte und Zentren liegt in einer ausgewogenen Nutzungsmischung und -vielfalt. Es hat sich gezeigt, dass besonderes divers aufgestellte Zentren krisenfest und resilient auf den Strukturwandel reagieren. Es gilt dabei, die Innenstädte und Zentren als Erprobungs-räume und Reallabore zu nutzen, um einer möglichen einseitigen Nutzungsstruktur entgegenzuwirken. Neben einer Stärkung der Nutzungsvielfalt benötigt eine lebendige Innenstadt oder ein lebendiges Zentrum eine gute Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger. Auch vor dem Hintergrund des Klimawandels sind die Zentren grün, gesund und klimaresilient zu gestalten.

Foto von Oberbürgermeister Tobias Schick

In Cottbus fanden in den vergangenen Jahrzehnten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen statt, die das Gestaltbild der Innenstadt und Qualität der Gebäude enorm aufgewertet haben. Wenn die Innenstadt jetzt noch grüner, spannender und lebendiger wird, wird sie zu einem „must-see“ für alle Besucher und zu einem geschätzten Aufenthalts- uns Begegnungsort für alle Bewohnerinnen und Bewohner.“

Doreen Mohaupt, Bürgermeisterin

Die Cottbuserinnen und Cottbuser haben schon einige Umbrüche erlebt. Viele Menschen mussten wegziehen; Verwaltung und Unternehmen waren ebenso Zeugen des massiven Rückbaus von Wohnungen und Infra­struktur. Nun sind wir in einem neuen Wandel, den wir aber selbst mitge­stalten können. Er bringt viel positives Potential für unsere Stadt. Dabei gehen wir gemeinsam nach dem Motto vor: ´Bewährtes bewahren und Neues wagen´.“

Tobias Schick, Oberbürgermeister

Die Cottbuserinnen und Cottbuser haben schon einige Umbrüche erlebt. Viele Menschen mussten wegziehen; Verwaltung und Unternehmen waren ebenso Zeugen des massiven Rückbaus von Wohnungen und Infra­struktur. Nun sind wir in einem neuen Wandel, den wir aber selbst mitge­stalten können. Er bringt viel positives Potential für unsere Stadt. Dabei gehen wir gemeinsam nach dem Motto vor: ´Bewährtes bewahren und Neues wagen´.“

Tobias Schick, Oberbürgermeister

Foto von der Bürgermeisterin Doreen Mohaupt

In Cottbus fanden in den vergangenen Jahrzehnten umfangreiche Sanierungs-maßnahmen statt, die das Gestaltbild der Innenstadt und Qualität der Gebäude enorm aufgewertet haben. Wenn die Innen-stadt jetzt noch grüner, spannender und lebendiger wird, wird sie zu einem „must-see“ für alle Besucher und zu einem geschätzten Aufenthalts- uns Begegnungs-ort für alle Bewohnerinnen und Bewohner.“

Doreen Mohaupt, Bürgermeisterin

Das Innenstadtentwicklungskonzept ist das Ergebnis eines kooperativen Prozesses, der auf einem mehrstufigen Austausch basiert. Dabei wurden drei wesentliche Perspektiven miteinbezogen: Die fachplanerische Perspektive der Verwaltung und Expert*innen verschiedener Fachrichtungen, die politische Perspektive der demokratisch legitimierten Stadtverordneten sowie das Alltagswissen der Cottbuser*innen. Der Prozess erstreckte sich von Anfang 2023 bis Mitte 2024 und bestand aus zwei übergeordneten Phasen: Analyse (Phase 1) und Konzept (Phase 2).

Die verschiedenen Formate der Beteiligung lassen sich im Grundsatz nach Fachöffentlichkeit und Bürgerschaft unterteilen. So kamen leitfadengestützte Interviews, ein Fach-Workshop und eine Veranstaltung zur Präsentation und Diskussion bei der Fachöffentlichkeit zum Einsatz, wohingegen bei der Beteiligung der Bürgerschaft eine größere Spannweite zum Einsatz kam, da die Zielgruppen vielschichtiger sind. Zu diesen Formaten zählen die Informationszeitung COTTBUSER COMPASS, eine mobile Beteiligung bei der ModellSTADTerkundung, ein Bastelprojekt bei der Kinderstadt, ein Mitmach-Stand bei der Nacht der kreativen Köpfe und eine Online-Beteiligung.

Ergebnis des Gesamtprozesses ist ein Innenstadtentwicklungskonzept für die Stadt Cottbus/Chóśebuz, das die strategische Ausrichtung der Innenstadt von morgen definiert und mithilfe eines Maßnahmenkataloges handhabbar macht.

Das Innenstadtentwicklungskonzept für Cottbus/Chóśebuz baut auf der These auf, dass eine Innenstadt zukünftig nicht mehr vorrangig durch den Handel funktioniert und geprägt ist. Es werden alternative Ansätze formuliert, um die Innenstadt von innen heraus zu stärken. Das Konzept mit dem Zielkorridor 2040 schlägt neben Strategien konkrete kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen und Umsetzungspfade vor. Es fungiert als gemeinsam entwickelter und inspirierender Leitfaden für die Entwicklung der Cottbuser Innenstadt, der alle relevanten Teilbereiche integriert und allen an der Umsetzung beteiligten Akteur*innen eine Orientierung bietet.

Das Konzept für eine zukunftsfähige Cottbuser Innenstadt umfasst drei übergeordnete Strategien:

Strategie 1 Quartiere stärken und neue entwickeln nimmt eine ganzheitliche Perspektive auf die Quartiersentwicklung ein. Die Innenstadtquartiere entwickeln sich dadurch zu attraktiven Lebens- und Arbeitsräumen. Dies beinhaltet nicht nur die Anpassung und Revitalisierung des Bestands, sondern auch die Errichtung von Neubauten für die Schaffung bedarfsgerechten Wohnraums. Durch Konzepte der integrierten Daseinsvorsorge wird dem demografischen Wandel begegnet.

Strategie 2 Mobilität und öffentlichen Raum zukunftsfähig umgestalten zielt auf ein gut vernetztes, inklusives und lebendiges Zentrum mit einer verbesserten Aufenthaltsqualität durch Aktivierung und Aufwertung von Grünflächen, Freizeitangeboten und identitätsstiftenden Orten ab. Umweltfreundliche und effiziente Mobilitätsformen werden im Sinne einer optimierten Vernetzung fokussiert.

Strategie 3 Netzwerke stärken und Kooperationen ausbauen legt den Fokus auf die Bündelung von Ressourcen, Wissen und Fähigkeiten verschiedener Akteur*innen aus dem öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Bereich. Gemeinsam kann ein ausgewogener Nutzungsmix in der Innenstadt erreicht werden, wodurch die Innenstadt nachhaltig belebt wird.

Die Strategien für eine zukunftsfähige Cottbuser Innenstadt werden durch den Maßnahmenkatalog handhabbar gemacht. Der Maßnahmenkatalog zeigt, wie die Strategien vor Ort in konkrete Projekte übersetzt werden (können) und stellt Realisierungsschritte dar. Jede Maßnahme erhält einen kurzen Steckbrief und eine detaillierte Langfassung. Der Katalog besteht aus 20 Maßnahmen, die wiederum aus Einzelvorhaben bestehen. Der Maßnahmenkatalog für die Innenstadt ist der Startschuss für die Umsetzung in den nächsten Jahren.

Zum Teil befinden sich Maßnahmen bzw. Einzelvorhaben im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) schon in der Umsetzung. Viele weitere Maßnahmen sind im Einklang mit dem vorliegenden Konzept mittlerweile in Planung. Andere sind wiederum Ideen und Vorschläge. Die Umsetzung der Maßnahmen wird in den folgenden Jahren durch das Förderprogramm „Lebendige Zentren“ (LZ) ermöglicht, welches das ZIZ-Förderprogramm ablöst. Mit dem LZ-Programm sollen Stadt- und Ortsteilzentren attraktiver und zu identitätsstiftenden Standorten für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur weiterentwickelt werden.

Das Konzept zeigt beispielhafte Zukunftsbilder – von neuen Quartieren über Wegeverbindungen bis zu neu gestalteten Plätzen. Die Orte stehen beispielhaft für die vielen Potenzialorte in der Innenstadt und machen die Wandelbarkeit der Orte deutlich. Im Mittelpunkt steht dabei der öffentliche Raum als Schlüssel zum Erfolg.

Zukunftsbild Bahnhofsquartier – Das nördlich der Gleisanlagen gelegene Quartier versprüht mit seinen architektonischen Relikten einen industriellen Charme. Das neu entstandene kulturelle Ensemble sendet neue Impulse in die Cottbuser Kulturszene. Neue Büros, Ateliers und Veranstaltungsräume bieten zusätzlich Platz für Kunst, Wissenschaft, Forschung und lokale Unternehmen. Das Quartier wird zum Kulturquartier und bildet durch seine Nutzungen ein Scharnier zur Taubenstraße. Ein grüner Korridor entlang der Gleise, „Gleispark” genannt, verwandelt den Bereich bis zur Straße der Jugend in einen urbanen Landschaftspark.

Zukunftsbild Burgstraße – Die Burgstraße im neuen Gewand: Aus dem Transitort ist ein beliebter Altstadtplatz entstanden, der zum Verweilen, Austauschen und Spielen einlädt. Nach der Arbeit genießen die Cottbuser*innen hier ohne Hektik ihren Feierabend bei einem Kaltgetränk. Am Wochenende bringen Eltern aus der direkten Nachbarschaft ihren Kindern das Fahrradfahren bei, Jugendliche spielen Tischtennis, Senior*innen sitzen im Café. Angebote für Aktivitäten wie etwa Boule-Bahnen, Straßenschach und bewegbares Stadtmobiliar fördern nachbarschaftliche Begegnungen. Durch kleine Eingriffe in den öffentlichen Raum werden die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und vorhandenen Flächenpotenziale deutlich.

Am 23. September 2024 haben die Stadt Cottbus/Chóśebuz und das Planungsbüro AG.URBAN die Öffentlichkeit zur Präsentation des aktuellen Entwurfs des Innenstadtkonzepts eingeladen. In den Räumlichkeiten von „mittendrin Cottbus“ fanden sich rund 80 Teilnehmende aus Stadtpolitik und Verwaltung, lokalen Initiativen und Verbänden sowie interessierte Bürgerinnen und Bürgern ein. Nach einer Begrüßung durch Doreen Mohaupt (Bürgermeisterin), stellten Florian Tienes und Lena Jahnke (AG.URBAN) das erarbeitete Konzept vor. Im Anschluss nutzen die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Inhalte des Konzepts zu diskutieren. Dabei wurde insbesondere auf die Einarbeitung der Ergebnisse des Workshops eingegangen. Es folgte ein informeller Austausch mit vertiefenden Diskussionen.

Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden zu den präsentierten Inhalten gab dem Team Innenstadtentwicklung „Rückenwind“ zur Finalisierung des Konzepts in Kurz- und Langfassung. Diese bilden die Grundlage für die politische Beschlussvorlage, die der Stadtverordnetenversammlung übergeben wird. Der politische Beschluss des Konzepts wurde im Juni 2025 gefasst, womit das Konzept einen Selbstbindungscharakter für die Verwaltung har.

Wir danken allen Beteiligten für das rege Interesse und das konstruktive Feedback während des gesamten Prozesses.

Das integrierte Innenstadtentwicklungskonzept

Das integrierte Innenstadt-entwicklungskonzept

Im Auftrag der Stadt Cottbus/Chóśebuz entwickelte das Berliner Planungsbüro AG.URBAN bis Ende 2024 ein kooperatives Innenstadtentwicklungskonzept, um die Cottbuser Innenstadt noch multifunktionaler und zukunftsfähiger zu gestalten. Trotz der relativ guten Ausganslage der Innenstadt muss zukünftig ganzheitlich gedacht und dabei kooperative Wege gegangen werden. Ziel ist es, die Innenstadt noch multifunktionaler und zukunftsfähiger zu gestalten und als attraktiven Wohnstandort mit allen dazugehörigen Qualitäten des städtischen Lebens zu etablieren: Grünflächen, attraktive öffentliche Plätze, ausreichend soziale Infrastruktur und abwechslungsreiche Nutzungsmischung. Die Innenstadt soll als Einkaufs- und vor allem als Erlebnisort weiter profiliert werden. Neue Mobilitätskonzepte sowie gesellschaftliche und technologische Veränderungsprozesse müssen dabei mitgedacht werden, um zukunftsfähige Entwicklungsperspektiven und Leitbilder zu etablieren.

Im Auftrag der Stadt Cottbus/Chóśebuz entwickelte das Berliner Planungsbüro AG.URBAN bis Ende 2024 ein kooperatives Innenstadtentwicklungskonzept, um die Cottbuser Innenstadt noch multifunktio-naler und zukunftsfähiger zu gestalten. Trotz der relativ guten Ausganslage der Innenstadt muss zukünftig ganzheitlich gedacht und dabei kooperative Wege gegangen werden. Ziel ist es, die Innenstadt noch multifunktionaler und zukunftsfähiger zu gestalten und als attraktiven Wohn-standort mit allen dazugehörigen Qualitäten des städtischen Lebens zu etablieren: Grünflächen, attraktive öffentliche Plätze, ausreichend soziale Infrastruktur und abwechslungsreiche Nutzungsmischung. Die Innenstadt soll als Einkaufs- und vor allem als Erlebnisort weiter profiliert werden. Neue Mobilitäts-konzepte sowie gesellschaftliche und technologische Veränderungsprozesse müssen dabei mitgedacht werden, um zukunftsfähige Entwicklungsperspektiven und Leitbilder zu etablieren.

Das Integrierte Innenstadtentwicklungs-konzept wurde im Juni 2025 durch die Stadtverordnetensammlung beschlossen und ist mit Selbstbindungsbeschluss für die Verwaltung bindend. Für alle Interessierten liegt es in einer Kurz- und einer Lang-fassung vor, die hier zum Download bereitsteht.

Bild von der aufgeschlagenen und geschlossenen Broschüre des Innenstadtkonzepts für die Stadt Cottbus

Das Integrierte Innenstadtentwicklungskonzept wurde im Juni 2025 durch die Stadtverordnetensammlung beschlossen und ist mit Selbstbindungs-beschluss für die Verwaltung bindend. Für alle Interessierten liegt es in einer Kurz- und einer Langfassung vor, die hier zum Download bereitsteht.

Das Stadtplanungsbüro AG.URBAN mit Sitz in Berlin ist ein Zusammenschluss aus Stadt- und Regionalplaner*innen, Architekt*innen, Designer*innen, Geograph*innen, Sozial- und Kulturwissenschaftler* innen. Wir beschäftigen uns mit der Entwicklung neuer Strategien für den städtischen Raum, Wohn- und Gewerbeformen sowie Beteiligungsprozessen.
Die Konzeption innovativer Beteiligungsformate oder urbaner Interventionen bieten unserer Ansicht nach hervorragenden Chancen, Bewohner*innen für ihren Lebensraum zu interessieren und miteinander ins Gespräch zu bringen.

Im Zusammenspiel mit den klassischen Qualifikationen der Moderation und Visualisierung städtebaulicher und sozialräumlicher Problemstellungen ergibt sich unsere Motivation. Partizipation ist für uns kein lästiges Beiwerk, sondern bietet die Möglichkeit Stadtplanung und -entwicklung sozial und gemeinwohlorientiert zu organisieren. Dies haben wir zu unserem Leitbild gemacht.

Logo des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie des Förderprogramms Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren
Logo der Stadt Cottbus und von dem Planungsbüro AG.URBAN

Stadtverwaltung Cottbus/Chóśebuz 
Fachbereich Stadtentwicklung
Karl-Marx-Straße 67
03044 Cottbus

Max Heyde
Telefon: 0355 – 612 4115
E-Mail: stadtentwicklung@cottbus.de

DSK Deutsche Stadt- und
Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH
Ostrower Straße 15
03046 Cottbus

Telefon: 0355 – 780020
E-Mail: cottbus@dsk-gmbh.de